|
Die Versilia Greppolungo liegt geografisch im nordwestlichen Zipfel der Toskana, der als Versilia bezeichnet wird. Das Gebiet dieser Küstenlandschaft erstreckt sich von Carrara bis nach Viareggio, eingeschlossen vom tyrrhenischen Teil des Mittelmeers und dem Abschnitt des Apennins, der apuanische Alpen genannt wird.
Klimatisch ist dieser Teil der Toskana begünstigt. Die Meernähe sorgt für noch erträgliche Temperaturen im Sommer, während der Zentralheizungseffekt des Mittelmeeres die Winter milde gestaltet. Die Bergketten halten zudem östliche und nördliche Wettereinflüsse weitgehend zurück.
Anders als etwa im Chianti-Gebiet, sind Temperaturen im Winter unter null Grad sehr selten. Dieser Teil der Toskana wird wegen seiner Waldreichtums auch die „grüne Toskana“ genannt.
Die flache Küstenstreifen und die sich unmittelbar anschließende erste Bergkette bilden einen malerischen Kontrast zueinander, der sich auch in der Lebendigkeit der Seebäder und der Ruhe und Abgeschiedenheit der auf den Hügeln liegenden Bergdörfer zeigt.
Wirtschaftlich geprägt wird dieser Landstrich neben dem Tourismus als Hauptwirtschaftsfaktor vom Marmor und der Landwirtschaft mit Oliven und Wein.
Der Marmor als Reichtum der Berge ist grundlegendes Element der Wirtschaft für Carrara und die angrenzenden Orte. Die Besichtigung der Marmorbrüche, die von weitem aussehen, als handele es sich um Berggletscher, ist möglich.
Der Tourismus ist mittlerweile zur hauptsächlichen Einnahmequelle der in der Versilia lebenden Menschen geworden. In Italien haben die mondänen und eleganten Seebäder der Versilia eine lange Tradition und seit ca. 25 Jahren wird dieser Küstenabschnitt mehr und mehr auch von Touristen aus dem Ausland entdeckt und geschätzt. Forte dei Marmi ist der bekannteste Badeort und ein touristischer Anziehungspunkt. Die sehr junge Stadt ist Wohnort vieler international bekannter Schauspieler und Sportler, die dort in herrschaftlichen Villen ein exklusives Leben zwischen teuren Boutiquen und vorzüglichen, aber teuren Restaurants führen können
Ein wenig einfacher, aber auch intellektueller, das Leben in Pietrasanta, das ebenso wie Camaiore im historischen Stadtbereich ein römisches Grundrissmuster aufweist. Pietrasanta, wo Michelangelo seinen ersten Marmor brach, und dessen Stadtbild von vielen Werkstätten der Kunsthandwerker geprägt ist, ist heute Treffpunkt von Künstlern aus Malerei und Bildhauerei - Botero und Mitoraj leben hier- aber auch Schriftsteller und Musiker fühlen sich hier wohl.
Camaiore ist die flächenmäßig grösste Gemeinde der Versilia. Es liegt in einem von den apuanischen Alpen umgebenen, sich weit öffnenden Tal mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten und einer sehr geschäftigen lebhaften Innenstadt. Greppolungo ist eines der vielen kleinen Bergdörfer, die einen Kranz um Camaiore herum bilden. Massarosa ist eine Gemeinde ohne eigenen Zugang zum Meer, dafür aber mit einer Hauptverbindung über die erste Hügelkette nach Lucca. Es liegt am Lago di Massaciuccoli, einem der italienischen Naturschutzgebiete. Der See ist unter fachkundiger Führung, die die Fauna und Flora erklärt, zu erkunden. Am Rande des Sees sind eine noch weitgehend intakte römische Villa und Überreste römischer Thermen zu besichtigen.
Viareggio ist der größte und bekannteste Küstenort der Versilia mit seiner prachtvollen Strandpromenade und seinen Jugendstilvillen. Viareggio lebt vom Meer, seine Schiffswerften sind weltbekannt für ihren Yachtbau, hier landen die Fischer ihren Fang an und von hier sind viele Bootstouren und Exkursionen auf das Meer und die vorgelagerten Inseln möglich.
|